Heima x Bolia

Heima x Bolia

Ein isländisches Kunstkollektiv

Seit 2013 vereint das isländische Kunstkollektiv Heima Branchen, kreative Geister, Enthusiasten und Künstler unterschiedlicher Kunstdisziplinen, um einen ganz besonderen Raum zu schaffen. Ein künstlerischer Hybrid aus Genres, Qualitäten und Ideen.  Ein Kunstprojekt und ein innovatives Kunstkollektiv, das Kreativität, Diversität und Innovation ins Rampenlicht stellt. Gemeinsam mit Heima und Jonas Bang haben wir eine faszinierende Dokumentation über das atemberaubende isländische Städtchen Seyðisfjörður und die persönlichen Geschichten von vier Frauen geschaffen.

Bolia x Heima Art Residency x Jonas Bang

Wir suchen ständig nach neuen Erlebnissen und kreativen Zusammenstellungen. Wir arbeiten mit vielen unterschiedlichen Akteuren zusammen, die uns ständig neue Perspektiven und Ideen geben. Wir haben uns mit dem isländischen Kunstkollektiv Heima und dem dänischen Filmemacher Jonas Bang zusammengetan, um einen Film über das Städtchen Seyðisfjörður zu drehen, das in der wunderschönen und dramatischen Fjordlandschaft im Osten Islands liegt. Über Telefongespräche haben wir mehr über die persönlichen, ehrlichen und bewegenden Geschichten der vier Frauen erfahren. Jonas Bang hat eng mit dem Filmfotografen Jason Idris Alami zusammengearbeitet und das Ergebnis ist ein einmalig aufrichtiger Einblick in das Leben am Ende der Welt. Wir haben uns mit Jonas Bang über die Entstehung der Dokumentation unterhalten.

Regie: Jonas Bang

Kamera: Jason Idris Alami

Produktion: Bolia & Heima Art Residency 

Schnitt: Jonas Bang

Musik: August Rosenbaum 

 

Wir hatten eigentlich angefangen, ein komplettes Drehbuch für einen Kurzfilm zu schreiben, den wir in Seyðisfjörður drehen wollten, aber nach Recherchen über die Stadt haben wir uns entschieden, dass es viel interessanter wäre, nichts vorher festzulegen. Wir wollten versuchen, unsere Begegnung mit dem Ort und den Menschen zur Grundlage des Films zu machen und nicht umgekehrt. Wir wollten uns von unserer Intuition leiten lassen und nicht von unseren gewohnten Wegen und schriftlichen Regeln über Filmemachen und Wahrnehmung. Der Plan war also, keinen Plan zu haben, was ebenso beängstigend wie entlastend war. So kamen wir also in den Ort und der Film entstand langsam als Porträt von Seyðisfjörður.

 

Alle, mit denen wir gesprochen haben, waren sehr herzlich und bereit, ihre Geschichten mit uns zu teilen. Wir hatten viele Gespräche, die beim letzten Schnitt des Films dann leider keinen Platz mehr gefunden haben, aber jedes davon war etwas Besonders. Die Leute in Seyðisfjörður sind sehr geradlinig und freundlich. 

Zwei Dinge kommen mir in den Sinn, die sich beide auf die Kultur dieses besonderen kleinen Ortes beziehen. Das eine kann man in den kleinen Dingen sehen, wie der Tatsache, dass niemand seine Haustür abschließt und oft auch die Schlüssel im Auto gelassen werden. Ich denke, das ist eine Art Gemeinschaftsvertrauen, das ich sehr inspirierend fand.

Die andere Sache hat mit der Offenheit der Menschen hier gegenüber Neuankömmlingen und neuen Initiativen zu tun. Die Gruppe von Menschen, die hinter Heima und der LungA Schule steht, kann ihre Arbeit deshalb so erfolgreich tun, weil sie in der Gemeinschaft willkommen ist. Es sind Orte und Menschen wie diese, die eine so große Freiheit der Kunst in diesen Breiten ermöglichen.

 

Eigentlich nicht viele. Die überraschendsten und amüsantesten Vorfälle hatten etwas mit Schafen und Pferden zu tun, die die kleinen Bergstraßen blockierten. Und mit einem Schwan, der plötzlich vor das Auto sprang, als wir spät nachts einen Berghang hinunterfuhren. Es wäre fast unglücklich ausgegangen, aber wir konnten gerade noch ausweichen und er flog dann über unsere Köpfe hinweg. 

Hatte die Stadt eine besondere Bedeutung für den Film?

Definitiv. Der Film handelt von Seyðisfjörður. Es geht nicht um Kleinstädte im Allgemeinen, weil Seyðisfjörður zu speziell ist, um ein Ort im Allgemeinen zu sein. Es ist eine Art Liebesbrief.

Jonas Bang ist ein vielversprechender dänischer Filmemacher und Fotograf, der unter anderem schon mit Größen wie MØ, Efterklang, Soleima, Jacob Bellens, Nowness, Mercedes-Benz, Reptile Youth zusammengearbeitet hat. 

Website: http://jonasbang.com

Instagram: https://www.instagram.com/jonas1bang 

Heima Art Residency ist eine 2013 gegründete unabhängige gemeinnützige Organisation. Sie wurde ins Leben gerufen, um jungen Künstlern unterschiedlicher Kunstrichtungen einen Raum zu bieten, in dem sie in enger Nachbarschaft leben und arbeiten und Energien und Ideen teilen können. 

Das Künstlerhaus ist ein 350 Quadratmeter Wohn- und Atelierraum. Es befindet sich in Seyðisfjörður, Ostisland, einer florierenden Hafenstadt, die zwar nur 700 Einwohner hat, aber dennoch eine Kunstschule, ein Kino, ein Theater, ein Museum, zwei Kunstfestivals, ein Filmfestival, ein Künstlerhaus und die Dieter-Roth-Akademie beherbergt.

Website: http://h-e-i-m-a.com

Instagram: https://www.instagram.com/heimaartresidency

Bolia auf neuen Höhen

Katrine Ring